Freitag, Dezember 14, 2018

Generalversammlung 2008

"Wir haben das höchste Niveau in der Vereinsgeschichte erreicht", stellte der scheidende Vorsitzende Werner Gayer auf der Hauptversammlung des Harmonika-Club "Edelweiß" fest. Er trat aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück, bleibt dem Verein aber für ein Jahr als Stellvertreter seines Nachfolgers Willi Eiben erhalten.

Die Bilanz des HC Jettingen, die rund 50 Mitglieder im Vereinslokal unter dem Bürgersaal verfolgten, ist beachtlich: Nach dem Bericht von Werner Gayer stieg so die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 320 Mitglieder, unter ihnen 130 aktive. Auch musikalisch war das Jahr sehr erfolgreich: Die Konzerte waren anspruchsvoll und gut besucht, die Wertungsspiele in Innsbruck brachten dem Jugendorchester in der Kategorie Mittelstufe den sechsten Platz und dem Ersten Orchester in der Höchststufe den siebten Platz. Das sei der bisher größte Erfolg des HC Jettingen in der Vereinsgeschichte, so der erste Vorsitzende. Gar eine Weltmeisterschaft erreichte Musiklehrer Ralf Brendle, der mit seinem Trossinger Akkordeon-Quintett in den Vereinigten Staaten angetreten war (der "Gäubote" berichtete).

Gayer bedankte sich bei den Vereinsmitgliedern für ihren großen Einsatz bei den Aktivitäten und Veranstaltungen. Dabei hob er die Renovierung des Backhauses in der Schulstraße hervor, wo etwa 200 Arbeitsstunden geleistet worden seien. Schriftführer Jochen Wacker zählte in seinem Bericht als gelungene Veranstaltungen das Frühjahrskonzert und das Herbstkonzert auf. Weitere erfolgreiche Veranstaltungen: das Sommerfest, Zwiebelkuchenverkäufe im Frühjahr und im Herbst, ein weihnachtlicher Nachmittag mit allen Musikschülern sowie ein Kirchenkonzert in diesem Januar. Dem Kassenbericht von Marion Wacker, der eine positive Bilanz aufwies, folgten die Entlastungen für die Arbeit des Vorstands, die Bürgermeister Hans Michael Burkhardt vornahm.

Burkhardt stellte fest, dass der HC seine "gute Entwicklung" in den letzten Jahren Werner Gayer verdanke. Der HarmonikaClub präsentiere "die Gemeinde immer aufs Beste mit seiner hochklassigen Musik". Der HC ersetze zusammen mit dem Musikverein Unterjettingen für die Gemeinde eine Musikschule: "Das können wir nicht hoch genug schätzen."

Laut den Berichten der Musiklehrer Ralf Brendle und Falko Zipfler sowie von Sandra Rieck erhalten zurzeit 45 Schüler Akkordeonunterricht, ein Großteil davon Einzelunterricht. Für die Kinder bis zu sechs Jahren bietet der HC musikalische Früherziehung in Altersgruppen an. So sind 17 Kinder bis zu vier Jahren in zwei Gruppen im "Musikgarten", etwa die gleiche Zahl in den "Klangstraßen" I und II. Dazu unterrichtet Brendle 30 Jugendliche und Erwachsene in drei Gruppen an der Mundharmonika.

Sehr zufrieden äußerte sich Dirigent Ulrich Münnich mit dem Ablauf des vergangenen Jahres. Er zählte auf, dass im 1. Orchester derzeit 23 Musiker spielen, im Jugendorchester zehn, im Freizeitorchester 15 und im Schülerorchester zwölf.

Reibungslos und jeweils einstimmig gingen schließlich die Wahlen über die Bühne: Vorsitzender wurde Willi Eiben, sein Stellvertreter Werner Gayer, wieder gewählt wurden Erwin Rinderknecht und Herbert Knauber als Beisitzer, Ulrike Hain als Pressewartin, Friedrich Bräuning und Heinrich Schüle als Kassenprüfer.

Als erste Amtshandlung konnte Eiben dann Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit ehren: für 25 Jahre Werner Brösamle, Hans-Martin Haag und Adalbert Rudischer. Für 40 Jahre: Irene Dietrich, Ernst Stügelmaier, Fritz Haag, Jürgen Arndt und Friedrich Bräuning. Abschließend hatte sich die Mitgliederversammlung mit dem Antrag der Vorstandschaft auf eine Beitragserhöhung von 16 auf 20 Euro im Jahr zu beschäftigen: Nach 18 Jahren mit unverändertem Beitrag sei dies notwendig, "um finanzielle Stabilität zu erhalten", so Willi Eiben. Die Mitglieder stimmten nach kurzer Debatte mehrheitlich zu, ebenso befürworteten sie den Vorschlag, den Jahresbeitrag für Familien mit mehr als zwei Mitgliedern auf 50 Euro festzulegen.

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